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Chronik

Über 55 Jahre Wohnungsbau und Wohnungsvermietung für Wohnkultur und Behaglichkeit

11.04.1954
Gründung der Arbeiterwohnungsgenossenschaft „Aufbau”. Vor allem durch Werktätige des RAW Delitzsch. Zu den Initiatoren gehörten insbesondere Heinz Huth und Erich Häußner.

1956-1957
Bau und Fertigstellung der ersten 21 Wohnungen in der Bitterfelder Straße 59-63.

1957-1959
Fertigstellung weiterer 90 Wohnungen in der Rosa-Luxemburg-Straße und der Mittelstraße.

1954-1958
Entstehung weiterer Genossenschaften im Kreis:

  • AWG „LW Rackwitz” mit den Initiatoren Alwin Brade und Josef Haase; Bau von 57 Wohnungen in Rackwitz

  • AWG „Frohe Zukunft” mit den Initiatoren Marie Meyer und Gerhard Münzer; Bau von 54 Wohnungen in der Dr.-Külz-Straße und Dübener Straße

  • AWG „Einheit” mit den Initiatoren Siegfried Germer und Heinz Säuberlich; Bau von 26 Wohnungen.

01.01.1959
Zusammenschluss aller Genossenschaften zur AWG „Aufbau” Delitzsch, besondere Initiatoren waren Ronald Hanke, Gerhard Münzer und Alwin Brade.

1959-1961
Bau weiterer Wohnungen im Delitzscher Norden.

1961-1962
Entstehung der ersten Neubauwohnungen in Delitzsch-Ost.

1962-1977
Bau von Neubauwohnungen in Großblockbauweise in Delitzsch-Nord und Delitzsch-Ost.

Erweiterung des Bestandes auf 1.334 Wohnungen und des Mitgliederbestandes auf 1.515 Mitglieder.

Entstehung von 174 Garagen durch Eigeninitiative der Genossenschaftsmitglieder.

Neben der Entstehung von Wohnblocks werden Nachfolgeeinrichtungen, wie Kaufhallen und Kinderbetreuungseinrichtungen, gebaut.

Bau eines Werkstatt- und Verwaltungsgebäudes in Eigenleistung. Dies war notwendig, da der größte Teil der Reparaturarbeiten von eigenen Handwerkern durchgeführt wurde. Elektriker- und Tischlerarbeiten wurden von Feierabendbrigaden erledigt.

1980-1983
Übernahme der ersten Plattenbauten vom Typ WB 70 in Delitzsch-Nord mit 840 Wohneinheiten.

1986-1987
Übernahme der Plattenbauten Typ WB 70 in Rackwitz mit 200 Wohnungseinheiten.

1988
Übernahme der letzten Plattenbauten Typ WB 70 mit 150 Wohnungseinheiten in Delitzsch-West.

Die Genossenschaft hatte zu diesem Zeitpunkt einen Wohnungsbestand von 2.524 und einen Mitgliederbestand von 2.599.

Die Entwicklung der Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau” war bis Ende der 80-er Jahre u.a. geprägt durch vielfältige Eigeninitiativen und Eigenleistungen in Form von Pflichtstunden ihrer Mitglieder sowie die großzügige Unterstützung von über 30 Betrieben und Einrichtungen des Kreises. Dazu gehörten u.a. das RAW Delitzsch, die Vereinigten Süßwarenwerke Delitzsch und das LW Rackwitz.

09.10.1990
Mit der 1. Vertreterversammlung nach der Wiedervereinigung Deutschlands begann die Umstrukturierung der Wohnungsbaugenossenschaft, deren Grundlage folgende Beschlüsse bildeten:

  • Beschluss über die neue Satzung der Genossenschaft

  • Beschluss des neuen Namens: Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau” Delitzsch eG

  • Wahl des neuen Vorstandes mit den Mitgliedern
    Hans-Jörg Fischer
    Jürgen Komar
    Uwe Keller

  • Wahl des Aufsichtsrates mit den Mitgliedern
    Richard Schuhmann
    Wolfgang Stiller
    Siegfried Schramm
    Angelika Stoye

Der neue Rechtsstatus und die neue Struktur der Genossenschaft brachte sowohl für die neu gewählten Organe, als auch für die Mitarbeiter eine Vielzahl von neuen Anforderungen und Aufgaben, die in kürzester Zeit bewältigt werden mussten.

1990-1993
Die ersten Jahre nach der Neuorientierung der Genossenschaft waren geprägt von der Umstellung auf die neuen gesellschaftlichen Verhältnisse:

  • Währungsumstellung und Erstellung der DM-Eröffnungsbilanz als Grundlage

  • Erstellung der Liste der Genossen und Eintragung in das Registergericht

  • Anpassung der Mieten an den Standard der Bundesrepublik Deutschland

  • Erstellung der ersten Betriebskostenabrechnungen

Die neuen, hohen Anforderungen an die Verwaltung des Wohnungsbestandes waren mit der bis dahin vorhandenen Bürotechnik nicht mehr zu bewältigen, sodass die Anschaffung moderner Computertechnik erforderlich wurde.

1993
Im Zusammenhang mit der Bereinigung der Eigentumsverhältnisse in verschiedenen Wohngebieten der Stadt und des Kreises übernahm die Genossenschaft 93 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft Delitzsch und 9 Wohnungen des Leichtmetallwerkes Rackwitz.

Ab 1993
Inkrafttreten des Altschuldenhilfegesetzes vom 23.06.1993.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands erfolgte auch die Übernahme der bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Kreditverbindlichkeiten der Genossenschaften durch verschiedene Banken und die Anpassung an die aktuellen Zins-und Tilgungssätze. Der daraus resultierende Kapitaldienst konnte zu diesem Zeitpunkt von der Genossenschaft nicht erwirtschaftete werden. Mit dem Altschuldenhilfegesetz wurde deshalb die Möglichkeit geschaffen, einen Teil der Kreditverbindlichkeiten zu erlassen. Voraussetzung dafür war die Privatisierung von 15% des Wohnungsbestandes. Die Genossenschaft stellte am 9.12.1993 den Antrag auf Erlass von sog. Altschulden und verpflichtete sich damit zur Privatisierung von 393 Wohnungen. Diesem Antrag wurde stattgegeben und es begann die Vorbereitung der Privatisierung von Wohnungen der Genossenschaft.

Ab 1994
Ab dem Jahr 1994 wurde mit der umfangreichen Modernisierung und Sanierung des Wohnungsbestandes begonnen. Die Finanzierung erfolgte vor allem durch die Aufnahme von Kreditmitteln aus dem Wohnungsbauprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Diese Kredite wurden speziell für ostdeutsche Wohnungsunternehmen im Rahmen des Aufbau Ost ausgereicht. Sie waren zinsgünstig und für die ersten 7 Jahre tilgungsfrei, um den Wohnungsunternehmen den Abbau des Sanierungs-und Modernisierungsstaus zu ermöglichen. Die Genossenschaft konnte so bis zum heutigen Tag etwa 90% ihres Bestandes modernisieren bzw. sanieren und Instand setzen.

1995-2002
Die mit der Inanspruchnahme des teilweisen Erlasses von Altverbindlichkeiten im Rahmen des Altschuldenhilfegesetzes übernommene Verpflichtung zur Privatisierung von Wohnungen wurde in den Jahren 1995-2002 realisiert. Es wurden 302 Wohnungen an Mitglieder der Genossenschaft veräußert. Gleichzeitig übernahm die Genossenschaft die Verwaltung der so entstandenen Eigentumsobjekte.

2003
Wie alle Wohnungsunternehmen sah sich auch die Genossenschaft ab Mitte der 90er Jahre zunehmend mit dem Problem des Leerstandes von Wohnungen als Folge der sinkenden Nachfrage konfrontiert. Im Rahmen des Programms „Stadtumbau Ost”/Programmteil Rückbau wurde der Abriss von 150 Wohnungen in Delitzsch-West geplant und realisiert.

ab 2004
Neubau eines Wohnkomplexes mit 97 Wohnungen in Delitzsch. Mit diesem Projekt trägt die Genossenschaft der Nachfrage nach Seniorenwohnungen, mittelgroßen Wohnungen für junge Familien sowie Wohnungen mit gehobenem Standard Rechnung.